Artikulationsstörungen

Photo: Pixabay
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Lautbildung ist das Kunstwerk aus wechslender An- und entspannung der Lippen-, Zungen-, Gaumensegel-, Kiefer- und Kehlkopfmuskeln. Eine Störung der Bewegungsabläufe kann zu Aussprachefehlern führen.

  

Youtube Video zu Sprechbewegungen im live- MRT, Max-Planck- Institut: 

https://www.youtube.com/watch?v=6dAEE7FYQfc&t=30s

Häufige Lautbildungsstörungen sind

  • Sigmatismus, Schetismus, Chitismus (s/z/sch/ch). Der Luftstrom wird nicht mittig, sondern seitlich aus dem Mundes geführt oder mit Zunge zwischen den Zähnen gebildet, die Zungen- oder Lippenspannung ist zu gering, so dass Zischlaute unscharf, zu weich/ zu hart, genuschelt klingen. 
  • Näseln (Rhinophonie/- lalie). Eine gestörte Gaumensegelfunktion beeinflusst die Nasenresonanz , wodurch der Stimmklang und die Artikulation beeinträchtigt werden. Beim offenen Näseln entweicht durch die Nase zu viel Luft bei der Bildung von Sprachlauten. Beim geschlossenen Näseln entweicht keine Luft über den Nasenraum. Das wird besonders bei den Nasallauten m/n/ng deutlich. Die Aussprache klingt entweder rückverlagert, durch die Nase gesprochen oder wie verschnupft. Sie zeigt sich z.B. bei Lippen-Kiefer-Gaumensegelspalten.

Therapie der Artikulation

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Sie lernen für die Zischlaute, die Zunge, Lippen und den Kiefer beim Sprechen richtig zu bewegen, so dass die Luft aus der Mitte des Mundes kommt. 

Beim Näseln wird die Funktion des Gaumensegels gefördert, so dass die Bildung der Laute ermöglicht wird und die Nasenresonanz angemessen klingt. Für die anderen Konsonanten üben wir, die Muskeln mit dem richtigen Maß anzuspannen und zu bewegen. 

  • Sie studieren die Zungen- , Lippen- und Kieferbewegungen beim Sprechen von unterschiedlichsten Buchstaben und verbessern so die Eigenwahrnehmung.

  • über Buchstaben, die Sie richtig aussprechen (das werden die meisten Buchstaben des Alphabets sein) wird  sich dem Ziellaut angenähert, bis das richtige Bewegungsmuster klappt. Dann setzen wir es nach und nach in Wörter, Sätze und Texte ein  

  • mit Luftstromübungen z.B. mit Hilfe eines Strohhalms lernen Sie die Luft aus der Mitte Ihres Mundes zu lenken.

  • damit Sie den Muskel differenziert und zielgenau anspannen lernen, üben wir mit lautunterstützenden Bewegungen, um die Kraft zu lenken

Gibt es Spannungsbereiche, die einen Aufbau und Ausgleich der notwendigen Sprechmuskulatur verhindern, behandle ich diese mit den Händen (manuell), z.B. Muskeln des Kehlkopfes und Zungenbein, des Kiefers und des Gesichts, des Gaumensegels, des Nacken und des Zwerchfells.

Die Therapie 

  •  dauert ca. 10-20 Einheiten, 1-2 mal wöchentlich. Je nach Anzahl der fehlerhaft gebildeten Laute und je nach Ausprägung der Störung, kann es auch länger dauern. 
  • Übungen werden auch zuhause geübt
  • 1-2 Kontrolltermine