"Sprich, damit ich dich sehe".   Sokrates

Sprechstörungen (Dysarthie) 

Photo: Pixabay
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Das Sprechen ist ein hochkomplexer Vorgang und wird von der rechten Hirnhälfte, dem Hirnstamm und Kleinhirn geregelt. Die unbewusste Steuerung des Sprechens wird durch zentrale Schädigungen (Schlaganfall, Hirntumore, degenerative Erkrankungen, Schädel-Hirn-Trauma) gestört.

 

 

Symptome einer Dysarthrie sind beispielweise

  • eine verwaschene Artikulation (Aussprechen von Lauten), Lautentstellungen und Lautdehnungen
  • eine zu leise oder zu laute Stimme, oder nicht kontrollierte Lautstärkeregulation
  • eine gepresste, heisere oder rauhe Stimmgebung, Stimmlosigkeit
  • eine monotone oder übertriebene Betonung (Prosodie, Satzmelodie)
  • ein zu schnelles, zu langsames oder wechselndes Sprechtempo
  • zu kurze oder lange Sprechphrasen
  • hörbare oder schnappende Atmung
  • eine herabgesetzte Selbstwahrnehmung für das Ausmaß der eigene Sprechstörung

Es gibt zahlreiche Einteilungen von Dysarthrien und individuelle Störungsbilder (so individuell, wie der Mensch selber) 

 

Tipp: Mehr zu Dysarthrie

Die Sprech-Therapie

Wir streben an das Sprechen wieder verständlicher zu machen, eine bessere Kompensationen zu finden und einen guten Umgang mit Ihrem Sprechalltag zu finden. 

  • Wir üben an der Artikulation von Lauten, Wörter und in Texte, damit Sie die Lippen, Zunge und Kiefer beim Sprechen schneller und wieder genauer bewegen lernen.
  • Um wieder einen Takt beim Sprechen zu finden, üben wir Wörter und Sätze rhythmisch und melodiös zu sprechen 
  • Das Sprechtempo wird Ihren jetzigen Fähigkeiten angepasst.
  • Trainieren mit summen, singen und tönen die Spannung der Stimmlippen, damit sie gut schließen. Mit einer angemessenen Stimmlippenspannung können Sie die Lautstärke den Gegebenheiten besser anpassen.
  • Durch gezielte und spielerische Atemübungen (Pusten, rhythmisches Atmen, Prusten, Seufzen) lernt man die Atem- und Haltemuskeln gezielt einzusetzen, zu stärken und dann im Sprechen zu automatisieren. Wir setzen den LaxVox Schlauch® ein, um ein gutes Feedback über die Atem-Stimmkoordination zu bekommen.
  • Da wir selten ausschließlich Sprechen, üben wir Multitasking, also Sprechen zusammen mit unterschiedlichen Bewegungen
  • Ein fitter Körper unterstützt das Sprechen, die Atmung und Stimmgebung, also wird geturnt und bewegt, was das Zeug hält.
  • Über Entspannungsübungen lernen Sie, sich selbst zu regulieren und auch in schwierigen Situationen, sprechtechnisch die Nerven zu behalten.  
  • Bei sehr schwerer Beeinträchtigung der Kommunikationsfähigkeit lernen Sie den Umgang mit alternativen Kommunikationshilfen (Bildtafeln, Sprachcomputer)

 

Dauer 

  • 1-3 mal wöchentlich sinnvoll je nach Phase und Ausprägung (Akutphase, Konsolidierungsphase, Chronische Phase) 
  • Intensivtherapie ist möglich (4-5 mal wöchentlich über 4 Wochen), um dann eine therapiefreie Zeit anzuschließen. Dafür habe ich begrenzte Kapazitäten und sie muss explizit von Ihrer ÄrztIn verordnet werden.

Sprechapraxie

Sie erscheint isoliert oder gemeinsam mit einer Aphasie. Im Unterscheid zu einer Dysarthrie ist der sprechmotorische Programmierungsprozess gestört. Die Fehler beim Aussprechen von Lauten oder Betonungen von Silben im Wort sind variabel und dadurch schwer selbst zu korrigieren

 

 

Sprechapraktische Symptome sind beispielsweise

  • lautliche Abweichungen, Ersetzungen, Vertauschungen oder Entstellungen von Lauten
  • Suchbewegungen der Artikulationsorgane (Zunge, Lippen, Kiefer)
  • Verlangsamung des Sprechtempos
  • silbisches Sprechen
  • Die Betroffenen zeigen auf Grund ihrer guten Eigenwahrnehmung eine große Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Sprechen. 

 

Besonders bei der Sprechapraxie gilt: die Symptome sind so individuelle, wie der Mensch selber. 

 

Tipp: Mehr zu Sprechapraxie 

Die Sprech-Therapie

Wir streben an das Sprechen wieder verständlicher zu machen, eine bessere Kompensationen zu finden und einen guten Umgang in Ihrem Sprechalltag zu finden. 

  • Wir üben an der Artikulation, finden Artikulationsstellen und arbeiten direkt an der Aussprache von Silben und Wörtern
  • Wir üben das flüssige Sprechen
  • Um wieder einen Takt beim Sprechen zu finden, üben wir Wörter und Sätze rhythmisch und melodiös zu sprechen, üben die Wort und Satzbetonung.
  • Das Sprechtempo wird Ihren jetzigen Fähigkeiten angepasst.
  • Durch gezielte und spielerische Atemübungen (Pusten, rhythmisches Atmen, Prusten, Seufzen) und den LaxVox Schlauch® , verbessern wir die Atem-Stimmkoordination.
  • Da wir selten ausschließlich Sprechen, üben wir Multitasking, also Sprechen zusammen mit unterschiedlichen Bewegungen
  • Ein fitter Körper unterstützt das Sprechen, die Atmung und Stimmgebung, also wird geturnt und bewegt, was das Zeug hält.
  • Über Entspannungsübungen lernen Sie, sich selbst zu regulieren und auch in schwierigen Situationen, sprechtechnisch die Nerven zu behalten.  
  • Bei sehr schwerer Beeinträchtigung der Kommunikationsfähigkeit lernen Sie den Umgang mit alternativen Kommunikationshilfen (Bildtafeln, Sprachcomputer)

Tipp: Mehr zu Sprechapraxie und Therapie

Behandlung 

  • 1-3 mal wöchentlich sinnvoll je nach Phase und Ausprägung (Akutphase, Konsolidierungsphase, Chronische Phase) 
  • Intensivtherapie ist möglich (4-5 mal wöchentlich über 4 Wochen), um dann eine therapiefreie Zeit anzuschließen. Dafür habe ich begrenzte Kapazitäten und sie muss explizit von Ihrer ÄrztIn verordnet werden.