Dysphagie (Schluckstörungen) 

Der Schluckprozess, durch den unser Essen und Trinken vom Mund in den Magen gelangt, ist ein komplexer Vorgang. Eine Störung beim Schlucken führt oft dazu, dass Nahrung und Flüssigkeit in der Speiseröhre stecken bleiben oder in die Atemwege gelangen. Medizinisch werden sie Dysphagie genannt.

 

Mehr zur F.O.T. Therapie:

https://www.dysphagie.ch/deutsch/diagnostik-therapie/f-o-t-t

Mehr zum Schluckvorgang:

https://www.dysphagiezentrum.de/dysphagie-was-ist-das/phasen-des-schluckvorgangs/

Einteilung von Schluckstörungen

  • Neurogene Dysphagie - nach Schlaganfall, Hirntumor, degenerative Erkrankungen
  • Organische Dysphagie - nach Krebserkrankungen im Mund-, Hals- Kehlkopfbereich
  • Kognitive Dysphagie - bei demenziellen Erkrankungen
  • Phagophobie - Psychische Erkrankung (psychotherapeutisch Behandlung erforderlich, Logopädie nur unterstützend)
Photo von Pixabay
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Das kann zu vielen Problemen führen:

 

• Penetration (Verschlucken in den Kehlkopf),

• Aspiration (Verschlucken in die Lunge)

• Husten und Erstickungsgefühle beim Essen und Trinken

• Verschlucken am eigenen Speichel

• Vermehrte Verschleimung und Bronchitis, Lungenentzündungen

• Gewichtsabnahme, Ekzikose

• Missempfindungen und Schmerzen beim Schlucken

• Schluckblockaden 

Die Schlucktherapie

  • Wir trainieren die Schluck-Muskeln mit gezielten Kraft- und Bewegungsübungen der Lippen, Zunge und Kiefer, damit sie sich schneller und genauer bewegen lernen
  • Mit Pusten, Atmen, Prusten und Schnaufen lernen Sie das richtige Atmen und somit die Lunge zu reinigen und gut zu belüften
  • Da der Körper das Schlucken unterstützen kann, werden Körperübungen zusammen mit Schluckübungen gemacht. 
  • Gibt es Spannungen in Muskeln, die das Erlernen des Schluckens verhindern, behandle ich dieses mit den Händen, wie Gesichts-, Kiefer-,  Nacken- und Halsmuskeln, sowie die Rippen und das Zwerchfell.
  • Wenn es bestimmte Nahrungskonsistenzen gibt, die besonders zum Verschlucken führen, besprechen wir Ihren "Speiseplan" und Sie lernen schwierige Produkte und Lebensmittel zu vermeiden oder sie so anzupassen, dass das Schlucken wieder möglich ist
  • Wenn es gerade keine Möglichkeit für ein sicheres Schlucken gibt, berate ich Sie über alternative Ernährungsformen und ggf. eine PEG (Perkutane endoskopische Gastrostomie) oder künstliche Ernährung 
  • Wenn Sie eine Trachealkanüle haben, dann gewöhnen wir sie Schritt-für-Schritt ab 

Dauer

  • Die Dauer ist je nach Schwere der Schluckstörung 1-3 mal wöchentlich ggf. über einen längeren Zeitraum sinnvoll
  • Um das Ergebnis abzusichern und ein unbemerktes Verschlucken herauszufinden, ist in Kooperation mit niedergelassenen Hals-Nasen-OhrenärztInnen in Lüneburg ist eine endoskopische Schluckuntersuchungen (FEES) sinnvoll