Was ist manuelle Arbeit und der N.A.P. Ansatz

Manuell bedeutet "mit den Händen" arbeiten. In der NAP-Therapie werden die Hände der Therapeutin während einer Aktivität wie z.B. Stimmgebung, Aussprechen, Schlucken eingesetzt. Ein gezielte Reiz wird dabei mit den Händen gesetzt, wie z.B. ein Längszug auf die Nackenmuskulatur beim Schlucken. Dadurch verändert sich das gewohnte Muster. Dem Gehirn wird eine "Idee" gegeben, wie die Bewegung erfolgen kann. Damit werden Feedbackmechanismen angesprochen, die überprüfen, ob die Bewegung Erfolg hat oder Abweichungen vorliegen. So kann das Gehirn die Aktivitäten erfolgreicher ansteuern und geschicklicher werden. Schutzprogramme des Gehirns, die gesunde Bewegung verhindern, werden abgebaut und der erneute Zugang zu motorischen Programmen wird ermöglicht.

 

Mehr zu manuellen Therapie nach R.Horst: N.A.P. Ansatz:  http://www.renatahorst.de

 

N.A.P. ist eine Abkürzung für "neuroorthopädische aktivitätsabhängige Plastizität". Neuro=das Nervensystem betreffend. Orthopädisch=den Stütz- und Bewegungsapparat betreffend. Plastizität= die lebenslange Fähigkeit des Gehirns, auf Anforderungen seine synaptische und nervale Struktur zu verändern. "In der N.A.P. Therapie nutzt die Therapeutin die Hände als spezifisches Werkzeug, um Körperstrukturen innerhalb einer Willkürmotorik so zu bewegen, wie es im gesunden neuromuskulären System erfolgt" .

Den N.A.P. Ansatz entwickelte die Physiotherapeutin Renata Horst, die entstand gemeinsam mit der Logopädin Ricky Nusser-Müller-Busch.

 

Mehr zur manuellen Schlucktherapie: https://www.renatahorst.de/kurse.php?q=manuelle-schlucktherapie

N.A.P. ist ein Denk- und Arbeitsansatz. Die "hands-on" Techniken folgen dem Prinzip, Muskeln wieder zu elastizitieren, in Bewegung zu bringen, Schutzmechanismen und festgefahrene Bewegungsmuster  

abzubauen. Da dies bei allen Aktivitäten wirkt, also Kauen, Atmen, Sprechen, Schlucken, Lachen  etc., sind diese manuellen Techniken anwendbar auf alle motorischen Probleme, die in der Logopädie auftauchen: Myofunktionelle Störungen, Atemstörungen, Stimmstörungen, Schluckstörungen, Sprechstörungen, Facialisparesen u.v.m.