Stimmstörungen (Dysphonie) bei Schulkindern und Jugendlichen

 

Die Stimme ist unser eigenes Instrument. Durch ihren Klang zeigen wir, ob wir offen, kraftvoll, glücklich oder unglücklich sind. Wenn  der Stimmklang heiser und angestrengt ist, man nicht mehr über den Schulhof rufen kann, weil die Stimme nicht mehr laut genug sein kann oder das Sprechen Missempfindungen im Hals auslöst, dann liegt eine funktionelle Dysphonie vor. Es ist auch möglich, dass der Stimmbruch v.a. bei Jungs unvollständig bleibt und es nicht zu einer stabilen reiferen Stimme kommt. Oder es entwickeln sich Stimmlippenknötchen oder -polypen, die zunächst logopädisch behandelt werden sollen.

Symptome bei Dysphonien

  • Der Stimmklang ist verändert, heiser, rau, knarrend oder behaucht und der Stimmumfang verringert
  • Du wirst auch bei kurzen Gesprächen heiser oder kannst in Gruppen oder bei erhöhter Lautstärke nicht mehr lange sprechen 
  • Es schwierig laut oder leise zu sprechen, die Stimme bleibt kurz- oder längerfristig weg, schreien ist nicht mehr drin
  • Das Sprechen klingt eintönig (monoton) oder beim Singen triffst du die Töne nicht richtig
  • Es kommt zu ständigen Missempfindungen und Kehlkopfschmerzen, Räusperzwang, da steckt immer ein Kloß im Hals (Globusgefühl)
  • Du bist schon zu lange im Stimmbruch oder wartest vergeblich darauf ( klingst eigentlich zu kindlich für einen Jugendlichen) 
  • Der Hals-Nasen-Ohrenarzt hat Knötchen an den Stimmlippen entdeckt
  • Du bist beim Sprechen leicht außer Atem

Die Stimmtherapie

Um besser sprechen und singen zu können, musst DU besser sprechen wollen. Eigenmotivation ist gefragt.  

  • Du verbesserst deine Sprechtechnik und wirst schneller und genauer bewegen beim Sprechen von Vokalen, Wörtern und Texten 
  • Stimmlippentraining (summen, singen und tönen) reguliert die Spannung der Stimmlippen, damit sie gut schließen. Mit einem guten Stimmlippenschluss wird man nicht mehr heiser und kann auch wieder mal brüllen oder schreien.
  • Durch gezielte und spielerische Atemübungen (Pusten, rhythmisches Atmen, Prusten, Seufzen) lernt man die Atem- und Haltemuskeln gezielt einzusetzen, zu stärken und dann im Sprechen zu automatisieren. Wir setzen den LaxVox Schlauch® ein, um ein gutes Feedback über die Atem-Stimmkoordination zu bekommen.
  • Über Entspannungsübungen lernst du, dich selbst zu regulieren und auch in schwierigen Situationen, stimmlich die Nerven zu behalten. 

Durch den Einsatz meiner Therapieschaukel werden Lern-prozesse ausgelöst und beschleunigt. Hier kannst du mit viel Einsatz und Spaß an der gesamtkörperlichen Tonus- regulation und Eigenwahrnehmung arbeiten.

 

Tipp: die-Schaukel.de

Die Behandlung

Die Therapie ist häufig erst ab der 2.Grundschulklasse effizient durchführbar, mit jüngeren Kindern arbeite ich, wenn eine gravierende Problematik vorliegt. Es dauert 10-20 mal, 1-2mal wöchentlich  kann auch als Intensivtherapie (4 mal pro Woche über 2 Wochen) stattfinden, dafür habe ich begrenzte Kapazitäten und muss von Ihrer ÄrztIn verschrieben werden