Stimmstörungen (Dysphonie) bei Schulkindern und Jugendlichen

 

Photo: Pixabay
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Die Stimme ist unser eigenes Instrument. Durch ihren Klang zeigen wir, ob wir offen, kraftvoll, glücklich oder unglücklich sind. Wenn  der Stimmklang heiser und angestrengt ist, man nicht mehr über den Schulhof rufen kann, weil die Stimme nicht mehr laut genug sein kann oder das Sprechen Missempfindungen im Hals auslöst, dann liegt eine funktionelle Dysphonie vor. Es ist auch möglich, dass der Stimmbruch v.a. bei Jungs unvollständig bleibt und es nicht zu einer stabilen reiferen Stimme kommt. Oder es entwickeln sich Stimmlippenknötchen oder -polypen, die zunächst logopädisch behandelt werden sollen.

Symptome bei Dysphonien

  • der Stimmklang ist verändert und der Stimmumfang verringert
  • du wirst auch bei kurzen Gesprächen heiser oder kannst in Gruppen oder bei erhöhter Lautstärke nicht mehr lange sprechen 
  • es schwierig laut oder leise zu sprechen, die Stimme bleibt kurz- oder längerfristig weg
  • Tonhöhen beim Sprechen oder Singen können nicht mehr angesteuert werden
  • es kommt zu ständigen Missempfindungen und Kehlkopfschmerzen, Räusperzwang, Globusgefühl 
  • Verspannungen in den Muskeln des Kehlkopfes, Nackens, Kiefers 

Die Stimm-Therapie

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Um besser sprechen und singen zu können, muss man besser sprechen wollen. Eigenmotivation ist gefragt.  

  • Wir sprechen und singen Vokale, Wörter und Texte, damit wir die Lippen, Zunge und Kiefer beim Sprechen schneller und genauer bewegen  
  • Trainieren mit summen, singen und tönen die Spannung der Stimmlippen, damit sie gut schließen. Mit einem guten Stimmlippenschluss wird man nicht mehr heiser und kann brüllen wie ein Löwe
  • Wir hören dem Klang unserer Stimme zu und hören, wenn sie gut klingt und wir fühlen, wann sie unangestrengt ist
  • Mit Pusten, Lippenflattern, Prusten und Schnaufen lernt man die Atem- und Haltemuskeln zu stärken
  • Da der Körper die Stimme unterstützen kann, werden Körperübungen zusammen mit Sprechübungen gemacht  

Die Therapie dauert 10-20 mal, 1-2mal wöchentlich  kann auch als Intensivtherapie (4 mal pro Woche über 2 Wochen) stattfinden, dafür habe ich begrenzte Kapazitäten und muss von Ihrer ÄrztIn verschrieben werden