Poltern ist eine Redeflussstörung, deren Diagnose bis heute nicht einheitlich definiert ist. Die Forschungslage ist noch begrenzt-es gibt bislang nur wenig gesicherte Evidenz. Umso wichtiger ist ein geschulter Blick auf individuelle Symptome, denn Poltern zeigt sich bei jeder Person unterschiedlich.
Diese Merkmale können auch beim Lesen und Schreiben auftreten.
Wie die Selbstwahrnehmung beim Poltern ist
Typisch beim Poltern ist, dass Betroffene ihre eigenen Sprechsymptome nicht zuverlässig wahrnehmen. Häufig wird erst durch die Reaktion des Umfelds deutlich, dass das Gesagte schwer verständlich oder zu schnell war.
Das bedeutet: Poltern ist keine "Gewohnheit" und keine Frage von Motivation - es ist eine neurogene Störung des Sprechens, zeigt eine verminderte Automatisierung der Sprache im Verlauf des Spracherwerbs, das Self-Monitoring (Korrekturmöglichkeiten durch Selbstwahrnehmung) zeigt sich störanfällig und dysexekutive Funktionen (Planung, Struktur, Entscheidungsfindung, Impulssteuerung) sind nicht ausreichend entwickelt.
Ob ein Poltern besteht, kann häufig erst im jugendlichen Alter, z.T. auch später diagnostiziert werden. Poltern kann auch erst bei bestimmten Anforderungen zum Problem werden.
Alter für diese Therapie erfahrungsgemäß ab 10 Jahren sinnvoll, ich berate Sie gerne. Diagnostik kann ich früher anbieten, um eine Ersteinschätzung zu geben.